Zugunglück in Achenlohe

Am 4. März 2019 wurden die Feuerwehren Achenlohe, Munderfing und Friedburg unter dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall eingeklemmte Person“ um 16:40 zu einem Verkehrsunfall im Gleisbereich in Achenlohe (Gemeinde Munderfing) alarmiert.

Ein LKW mit angehängtem Tieflader war bei einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem von Norden kommenden Güterzug zusammengeprallt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der LKW von seinem Anhänger getrennt auf den Bahnsteig geschleudert. Dabei drehte er sich um seine eigene Achse und krachte mit dem Heck in ein Einfamilienhaus.
Auch das Triebfahrzeug des Güterzuges sowie 10 Kesselwaggons wurden durch die Kollision in Mitleidenschaft gezogen, es kam jedoch zu keinem Leck der Waggonhülle. Nach Informationen des Triebfahrzeugführers waren die Waggons zudem nicht befüllt.

Der eingeklemmte LKW-Fahrer wurde durch die FF Munderfing aus der demolierten Fahrerkabine mittels hydraulischem Rettungsgerät befreit und anschließend mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Zeitgleich wurden alle Zufahrtsstraßen für den Individualverkehr gesperrt und Umleitungen eingerichtet.
Der Zugführer erlitt leichte Verletzungen, die Bewohner des Hauses blieben unverletzt stehen aber unter Schock. Für die Bewohner des Hauses wurde daher ein Kriseninterventions-Team angefordert.

Nach der Rettung des LKW-Fahrers waren wir mit der FF Munderfing noch bis in die Nachtstunden mit der Bergung des LKWs beschäftigt. Weiters wurden diverse Betriebsstoffe des LKW gebunden. Abschließend wurde das schwer beschädigte Haus noch notdürftig mit Planen verschlossen und die betroffenen Bereiche gesichert und abgesperrt.

Neben den drei Feuerwehren waren noch die Polizei, das Rote Kreuz mit drei Fahrzeugen inkl. Luftrettung, eine Kran- und Transportfirma, sowie ein LKW-Abschleppunternehmen mit diversen Spezialgeräten vor Ort.
Da davon ausgegangen werden musste, dass diverse Betriebsstoffe in das umliegende Erdreich gelangten, wurden zusätzlich noch in den frühen Abendstunden die zuständigen Behörden informiert und mit ersten Sicherungsmaßnahmen begonnen.

Um 23:13 konnte schließlich die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden, 24 Mann unserer Feuerwehr standen im Einsatz.

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